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Do-it-yourself (DIY) – Selbermachen ist in!

Ob das eigens zusammengestellte Walnuss-Müsli, das selbst gebackene Brot oder die selbst angebauten Kräuter auf der Fensterbank – der do-it-yourself (DIY)-Trend gilt schon lange nicht mehr nur in Bezug auf die Verschönerung der eigenen vier Wände, sondern hat auch längst Einzug in die deutschen Küchen erhalten. Dazu kommt, dass sich immer mehr Menschen dafür interessieren, woher ihr Essen stammt und unter welchen Bedingungen es produziert wird. Es gilt: Selbermachen ist in und verkörpert einen ganz neuen, modernen Lifestyle. Food-Blogger aber auch Privatpersonen teilen stolz Fotos ihrer selbstzubereiteten Mahlzeiten in sozialen Netzwerken und tauschen Tipps mit Freunden und Bekannten aus. Aber woher kommt der Trend zum Selbermachen eigentlich? Und welche Rolle spielen Walnüsse beim DIY-Trend?

Die österreichische Ernährungsexpertin Hanni Rützler ernennt im Food Report 2015 DIY als einen der fünf wichtigsten Foodtrends des Jahres und bezeichnet ihn als „die  reinste Form der Individualisierung gepaart mit großer Kollaborationslust“1. Der Endverbraucher verlässt dabei seine passive, nur konsumierende Rolle und nimmt viel mehr eine proaktive Stellung ein: Er wird quasi zum Prosument, produziert und konsumiert gleichermaßen. Der Vorteil der Mahlzeiten „made by me“? Wir zeigen es Ihnen:

  • Raus aus der Hektik des Alltags  
    Stress im Job, Stau oder Zugverspätungen und dann noch diese Deadline… Der Alltag vieler Menschen ist oft geprägt von stressigen Situationen. Grund genug, um sich nach Feierabend oder am Wochenende etwas Zeit für die Essenszubereitung zu nehmen, um abzuschalten, 
    Körper und Geist etwas Gutes zu tun oder um einfach mal wieder wertvolle Zeit mit Freunden und Familie zu verbringen. Das 
    Schöne daran: Der Genuss steht im Mittelpunkt. Dabei müssen es nicht immer kulinarische Spitzenleistungen sein, die man zusammen vollbringt. Schon das gemeinsame Zubereiten der Mahlzeiten von Anfang an, das Putzen des Gemüses, das Schneiden und dann Brutzeln oder Backen der vorbereiteten Zutaten macht Spaß und entspannt. Und schmeckt die Gemeinschaftsarbeit am Ende nicht immer am besten?
  • Der Macher-Typ
  • Sich selbst oder im Team als Macher zu erleben und kleine Erfolge zu feiern, motiviert viele Menschen, am Trend zum DIY-Food teilzuhaben. Wer selbst Brot backt, Marmelade kocht oder Gemüse auf der Fensterbank anpflanzt, sieht schon nach kurzer Zeit, was er selbst geschaffen hat und kann genauestens nachvollziehen, was tagtäglich auf dem eigenen Teller landet.

Kochen und backen mit Walnüssen

Ob in Brot, Kuchen oder Salat – der DIY-Trend bietet unendlich viele Möglichkeiten, Walnüsse in die Ernährung zu integrieren und selbstzubereiteten Mahlzeiten dadurch das gewisse Etwas zu verleihen. Im selbstgebackenen Brot sorgen die knackigen Kraftpakete zum Beispiel für einen herrlichen Biss und sind eine gute Quelle für Omega-3-Fettsäuren. Auch in selbstgemachten herzhaften Aufstrichen oder fruchtigen Marmeladen sind Walnüsse ein echtes Plus für den Geschmack. Denn Walnüsse harmonieren mit zahlreichen Aromen und können mit nicht weniger als 240 anderen Lebensmitteln kombiniert werden. Welche das genau sind, haben wir in unserem  Special zum Thema Flavor Pairing vorgestellt. Zücken Sie also die Kochlöffel und legen Sie los: Ihrer Kreativität sind keine Grenzen gesetzt!

Zorras Brottipps

Zorra ist Foodbloggerin der ersten Stunde und seit 2004 kulinarisch in der Blogosphäre unterwegs. Unkompliziert, bodenständig und authentisch sind die Gerichte, die sie in ihrem Blog vorstellt. Eine besondere Liebe hegt Zorra für Brot. Jedes Jahr im Oktober richtet sie sogar einen World Bread Day aus!

Zorras Tipps für das perfekte Brot:

Weniger ist mehr!
Lieber weniger Hefe nehmen und dafür den Teig länger gehen lassen. Man wird mit einem ausgewogen Geschmack belohnt.

Temperiert!
Hefe ist ein Sprosspilz, bei Temperaturen über 40 °C kann er sich nicht mehr vermehren. Am liebsten mag die Hefe Temperaturen zwischen 25-35 °C.

Volldampf!
Für einen schönen Ofentrieb vor dem Einschießen des Teiglings mit einer Sprühflasche etwas Wasser an die Ofenwände spritzen.

Dampf ablassen!
Für eine knusprige Kruste nach 15 Minuten Backzeit die Ofentüre kurz öffnen um den Dampf abzulassen.

Hohl ist gut!
Auf den Boden des gebackenen Brotes klopfen, wenn es hohl klingt, ist es fertig gebacken.

Einfrieren!
Brot lässt sich wunderbar nach dem Backen einfrieren. Für kleine Haushalte am besten schon in Scheiben geschnitten, so kann man jederzeit die gewünschte Menge entnehmen.

Gut Brot will Weile haben!
Für ein geschmackvolles Brot mit Vorteigen arbeiten und allgemein dem Teig genügend Zeit zum Gären geben. Eine Gärung über Nacht im Kühlschrank ist ebenfalls möglich. Appetit bekommen?  Zorra spendiert auch noch ein tolles Rezept für Walnuss-Feigen-Brot.

Viel Spaß beim Backen!