90.000 Hektar Walnuss-Plantagen gibt es in Kalifornien. Zwischen August und November, je nach Sorte der Walnuss, schütteln Erntemaschinen die Walnüsse vom Walnussbaum. Anschließend werden die Walnüsse gereinigt,  nach Größe sortiert und geknackt oder als ganze Walnuss sortfältig getrocknet, um den Walnusskern haltbar zu machen.

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Walnuss-Anbau und Ernte in Kalifornien

Walnüsse gehören zu den ältesten Kulturpflanzen, die wir kennen. Funde belegen, dass bereits vor 9.000 Jahren Walnüsse gegessen wurden! Ursprünglich stammen Walnüsse aus Persien, doch bereits die alten Griechen verbreiteten sie im Mittelmeerraum. Die Römer trugen die Walnüsse über die Alpen nach Nordeuropa. Nach Deutschland gelangten sie über Gallien und wurden daher „welsche Nüsse“ (welsch bedeutet romanisch) genannt, wovon sich ihr heutiger Name ableitet.

Die großen Handelsschiffe brachten sie schließlich übers Meer in die neue Welt. Den ersten Walnuss-Garten in Kalifornien pflanzte der Gärtner Joseph Sexton im Jahr 1867. Mittlerweile gibt es dort rund um den „Fruitbelt“, den Fruchtgürtel in Central Valley, über 90.000 Hektar Walnussplantagen. Diese gehören 4.600 Walnussanbauern. Die meisten der Farmen befinden sich in Privatbesitz und werden von Generation zu Generation weitergegeben. Viele Farmer ernten daher die Früchte der Bäume, die ihre Groß- und Urgroßeltern angepflanzt haben!

Die weitgehend automatische Walnussernte findet abhängig von Sorte und Standort zwischen August und November statt. Platzen die grünen Fruchthüllen auf, ist der Nusskern reif. Für die Ernte wird die Erde von Zweigen und Steinen befreit. Dann kommen große Schüttelmaschinen, die mit ihren Riesenzangen den Stamm greifen und so heftig daran rütteln, dass innerhalb von Sekunden der Baum abgeerntet ist. Die Ernte wird ebenfalls maschinell in lange Reihen zusammengefegt. Anschließend liest eine Art Monster-Staubsauger die Walnüsse vom Boden auf und sortiert durch sein Gebläse gleichzeitig allen Unrat sowie die grünen Außenhüllen aus.

Makellose, große Walnüsse werden gewaschen und gebürstet, denn sie sind für den Verkauf in der Schale bestimmt. Sie werden den Klassen Mammoth, Jumbo, Large und Medium zusortiert. 60 Prozent der kalifornischen Walnüsse werden jedoch geknackt verkauft – sowohl an Verbraucher als auch an die Lebensmittelindustrie. Dafür werden die Walnüsse in einem Trichter gegen die Wand gedrückt und eingeklemmt, bis sie aufknacken. Dies ist eine schonende Methode, um die Kernhälften möglichst ganz zu belassen. Die Nüsse laufen dann samt den Schalen über riesige Siebe, deren Löcher immer kleiner werden. Die Nüsse, die durchfallen, werden über das nächste Sieb gerüttelt, so werden sie in sechs Größenkategorien von Walnusshälften bis Walnussmehl sortiert.

Anschließend durchlaufen sie einen Luftstrahl, der die großen Walnussschalen wegbläst. Kleinste Schalenreste werden zuletzt noch mit Hilfe eines Lasers aussortiert, so dass wirklich nur die reinen Kerne übrigbleiben.

Jedes Jahr werden in Kalifornien gut 350.000 Tonnen Walnüsse geerntet, die in 40 Länder exportiert werden. Hauptimporteur ist Deutschland, der größte Verbraucher die USA selbst.

 



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