Walnuss-Anbau und Ernte in Kalifornien

Eine jahrhundertelange Familientradition

dfsgdfg

Den ersten Walnuss-Garten in Kalifornien pflanzte der Gärtner Joseph Sexton im Jahr 1867. Mittlerweile gibt es dort rund um den „Fruitbelt“, den Fruchtgürtel im Central Valley, über 135.000 Hektar Walnussplantagen. Diese gehören mehr als 4.800 Walnussanbauern. Die meisten der Farmen befinden sich in Privatbesitz und werden von Generation zu Generation weitergegeben. Viele Farmer ernten daher die Früchte der Bäume, die ihre Groß- und Urgroßeltern angepflanzt haben!

Walnussbäume im Central Valley

Im Central Valley mit seinen nährstoffreichen, tiefen Lehmböden, über 300 Sonnentagen im Jahr und dauerhaft milden Temperaturen finden Walnussbäume ideale Wachstumsbedingungen. Sie benötigen fünf bis sieben Jahre, bis sie das erste Mal reichlich Früchte tragen. Dafür können sie über 50 Jahre lang geerntet werden! Ein Walnussbaum wächst durchschnittlich 15 Meter in die Höhe und besitzt eine breite, majestätische Krone von 12 Metern Durchmesser. An einem einzigen Baum hängen etwa 4.000 Nüsse! Es gibt in Kalifornien über 30 verschiedene Walnussarten, doch werden in Deutschland hauptsächlich die Sorten Hartley und Chandler verkauft.

Bäumchen, rüttel dich!

Die Walnussernte findet zwischen August und November statt. Platzen die grünen Fruchthüllen auf, ist der Nusskern reif. Für die Ernte kommen große Schüttelmaschinen, die mit ihren Riesenzangen den Stamm greifen und so heftig daran rütteln, dass der Baum innerhalb von Sekunden abgeerntet ist. Die Walnüsse werden dann in lange Reihen zusammengefegt und mit einer Art Riesen-Staubsauger vom Boden aufgesaugt.

Vom Baum auf den Teller

Nach der Ernte werden die größten Walnüsse gewaschen und gebürstet, denn sie sind für den Verkauf in der Schale bestimmt. 65 Prozent der kalifornischen Walnüsse werden jedoch geknackt verkauft. Dafür werden die Walnüsse in einem Trichter gegen die Wand gedrückt und eingeklemmt, bis sie aufknacken. Anschließend durchlaufen sie einen Luftstrahl, der die großen Walnussschalen wegbläst. Kleinste Schalenreste werden zuletzt noch mit Hilfe eines Lasers sowie manuell aussortiert, sodass nur noch die reinen Kerne übrigbleiben. Ob in der Schale oder geknackt: jetzt sind unsere Walnüsse bereit ihre Reise nach Deutschland anzutreten.